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Svart Cd-Release-Party (Frohburg 23.8.2003)

Original von http://home.pages.at/the_music_page/main/livem.htm

Es ist ein regnerischer Tag im August, als ich mich auf den Weg nach Frohburg mache, um mir die Cd-Release-Party der Gothic-Death-Metaller von SVART anzusehen. Angekommen im "Schützenhaus", finde ich einen recht gut gefüllten Saal vor. Was eigentlich nicht verwunderlich ist, sind SVART doch in der Region ziemlich bekannt. Auch der sehr günstige Eintrittspreis (2 Euro) lockt sicherlich einige Leute hierher. Es verspricht also ein interessanter Abend zu werden. Allerdings hat das Schützenhaus nicht unbedingt den Ruf der allerbesten Stimmung. Andererseits sind SVART eine recht gute Band, und so sollten sie doch in der Lage sein den Leuten richtig einzuheizen. So bin ich denn gespannt auf das was nun folgt.

Kurz nach 21 Uhr beginnt MASSIVE KILLING. Die Musik der 4 Leute kann vielleicht als "Death'n'Roll" bezeichnet werden - nicht allzu filigran, schön straight und eingängig - gute Live-Mugge eben. Leider scheint das ein Großteil des Publikums nicht so zu sehen, die Begeisterung hält sich in Grenzen. Schade eigentlich, denn schlecht ist das was Massive Killing bieten wirklich nicht. Der letzte Song - überraschenderweise ein psychedelisch-ruhiges 20-Minuten-Stück - scheint dann kaum noch jemand zu interessieren. Mich selbst schon, denn ich finde es sehr interessant! Auch über die ganze Stunde, die die Band spielt, betrachtet, hebt sich die Musik erfreulich vom derzeitigen Death-Metal-Einheitsbrei ab, sie liegt näher an den "Wurzeln" im Bereich des sehr harten Rock. Aber es ist doch ein ziemlicher Gegensatz zum melodiösen, epischen Stil von SVART, was wahrscheinlich die mangelnde Begeisterung erklärt. Und wahrscheinlich hat man es als Support bei einer Release-Party immer ein bisschen schwer.

Nach einer kurzen Umbaupause und der Lösung einiger technischer Probleme - der Fehlerteufel hat zugeschlagen und die Lichtanlage kurzzeitig außer Gefecht gesetzt - beginnt SVART. Und ich bin völlig überrascht. Im Gegensatz zu ihrer Mini-CD und anderen Live-Auftritten, die mich nur mäßig überzeugten, spielt die Band einen fantastischen Auftritt. Dies mag auch am sehr guten Sound liegen, so dass alle Feinheiten der 3 Leadgitarren entsprechend zur Geltung kommen. Und das neue Material ist völlig überzeugend. Eingängige Songs, dennoch abwechslungsreich und mit der einen oder anderen überraschenden Wendung, und ein nahezu perfekt gespieltes Konzert - diese Band kann zu den absoluten Größen der Szene vorstoßen ! Irgendwo im Bereich zwischen Dimmu Borgir und In Flames angesiedelt, aber dennoch vollkommen eigenständig - ein Muss für alle Fans der härteren Klänge. Allerdings macht das Schützenhaus auch hier seinen Ruf als Stimmungskiller alle Ehre, nur bei wenigen Songs bewegen sich 2 oder 3 Mann in Richtung Bühnennähe. Leute, ihr seit hier auf einer Release-Party und nicht auf einer Trauerfeier! Mir ist das ziemlich unverständlich, denn die Songs von SVART laden geradezu zum Headbangen ein. Nur bei den Zugaben werden dann doch noch ein paar Leute etwas lebhafter. Ganz im Gegensatz dazu steht die Band, die auch optisch eine ordentliche Show bietet.

Nach gut anderthalb Stunden ist das Konzert (leider) vorbei, jetzt beginnt der Teil "Party". So werden verschiedene Trinkspiele durchgeführt, als deren Preis man die neue Svart-Cd erhält, so zum Beispiel ein "Sangria-aus-Eimern-Wettsaufen". Ob so etwas sein muss darf bezweifelt werden - mich erinnert das eher an "Reggea-Party am Ballermann" als an Metal-Underground. Wie dem auch sei, den Leuten gefällt es, und so will ich hier auch kein weiteres Urteil darüber fällen. Alles in allem ein sehr gelungener Abend mir sehr guter Musik. Und SVART kann man nur auf den Weg geben: macht weiter so !!!

(an)

 

© massive killing    grafik: www.arenadesign.de

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DEATHMASTER - Vox
ROTTEN - Guitars
FLECKUS - Bassguitars
LUTZ - Drums